Österreich

Hier kommen regionale Klassiker aus unseren Bundesländern auf den Tisch.

Langallo
mit Speck & Käse

4 Personen (als Vorspeise)

Für den Teig:
500 g Weizenmehl
1 Pkg. Trockengerm
1 TL Salz
400 ml warmes Wasser
1-2 l Sonnenblumenöl zum Herausbacken
Für den Belag:
Knoblauchöl
1 Becher Sauerrahm
1-2 rote Zwiebel in dünnen Ringen
100 g Speck in Stifterln oder Würferln
100 g Käse

1. Die Zutaten zu einem glatten Teig verrühren und ca. 30 Min. an einem warmen Ort zugedeckt gehen lassen.

2. Etwas Öl auf den Handflächen verteilen. Faustgroße Teigstücke abschneiden und zu etwa tellergroßen Fladen ziehen.

3. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Teigfladen nacheinander im Öl schwimmend auf beiden Seiten goldbraun knusprig backen. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Knoblauchöl überpinseln.

4. Backofen auf 200 °C vorheizen. Die Fladen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

5. Den Sauerrahm glatt rühren. Die Teigfladen damit bestreichen. Mit Zwiebelringen, Speck und Käse belegen. Im Ofen in ca. 12 Min. backen, bis der Speck knusprig ist und der Käse zerläuft. Servieren. Dazu passt Gurkensalat oder Vogerlsalat.

20min
Fortgeschritten

Tipp:

Für das Knoblauchöl 2 - 3 Knoblauchzehen fein hacken, salzen und mit dem Messer (oder im Mörser) zu einer Paste zerdrücken. Mit dem Öl vermischen.

BURGENLAND

LANGALLO ist im Grunde ein aufgepepptes Langos. Beim Topping darf es auch was anderes sein: vielleicht passend zur Herkunftsregion etwas Paprika?

Erpfi-Roulade
mit Faschiertem

4 Personen

1 kg gekochte mehlige Kartoffeln
50 g Grieß
100 g Stärkemehl (z.B. Maizena)
Salz
Für die Fülle:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
500 g gemischtes Faschiertes
Salz, Pfeffer
1 TL getrockneter Thymian
4 Eier
etwas Öl
1 EL Butter

1. Kartoffeln kochen, schälen und durch die Presse drücken. Mit Grieß, Stärkemehl und Salz zu einem Teig verarbeiten.

2. Für die Fülle Knoblauch, Zwiebel und Faschiertes gut anrösten und mit Salz, Pfeffer und Thymian würzen. Danach vollständig abkühlen lassen und die Eier einarbeiten.

3. Backofen auf 165 °C (Umluft) vorheizen. Ein etwa 30 – 40 cm langes Stück Alufolie mit Öl bepinseln. Den Kartoffelteig etwa 1 Finger dick aufstreichen. Das Faschierte darauf verteilen und zu einer festen Rolle zusammenrollen. Die Enden gut zusammendrehen. 45 Min. backen.

4. Die Rolle auskühlen lassen und 1 Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Danach in Scheiben schneiden und in Butter beidseitig anbraten.

35min
Hobbykoch

Tipp:

Dazu passen Scheiben vom gebratenen Speck oder ein frischer grüner Salat.

NIEDERÖSTERREICH

Niederösterreichische Weine wie etwa der Grüne Veltliner und der Riesling gehören zu den besten Weinen Europas. Bei einem ruhigen Abendessen darf man sich zu dieser herrlich knusprigen Erdäpfelrolle gerne ein kühles Glas gönnen. Übrigens: ERPFI nennt man im Waldviertel liebevoll die Erdäpfel, ein typisches Produkt der Genussregion.

Krainer Erbsen
mit Speck & Pilzen

4 Personen

1 Zwiebel
50 g Pilze (nach Wahl, z.B. Champignons, Kräuterseitlinge)
40 g Schweineschmalz
250 g Geselchtes, gewürfelt
100 g Wurst (z.B. Dürre oder Krainer), gewürfelt
Salz, schwarzer Pfeffer
1 TL Majoran, getrocknet
250 g frische Erbsen oder TK
1 Lorbeerblatt

1. Die Zwiebel schälen und fein hacken. Die Pilze feinblättrig schneiden. Schmalz in einer Pfanne zerlassen und die Zwiebel darin anbraten. Klein geschnittenes Geselchtes und Wurst zugeben. Alles gemeinsam kurz durchrösten. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen.

2. Mit etwa 1 l Wasser aufgießen. Die Erbsen und das Lorbeerblatt zugeben. Die Erbsen auf kleiner Flamme weich kochen (werden TK-Erbsen verwendet, dauert das nur etwa 15 Min.). Mit dem Kartoffelstampfer leicht andrücken und noch einige Minuten an der Wärme durchziehen lassen. Zusammen mit würzigem Bauernbrot servieren.

45min
Hobbykoch

STEIERMARK

Die steirische Küche gehört zu den vielseitigsten Küchen Österreichs und ist berühmt für kulinarische Delikatessen, aber auch einfache rustikale Gerichte wie dieses. Die KRAINER ist eine Wurstsorte. Ihr Name stammt von der historischen Region Krain im heutigen Slowenien.

Zillertaler Schissal-Nudeln

4 Personen

Für den Nudelteig:
350 g Mehl
2 Eier
4 Eigelb
1 Prise Salz
3 EL Olivenöl
Außerdem:
Butter für die Form
150 g Graukäse, grob zerbröselt
150 g Emmentaler und Tilsiter, fein gerieben
1 Zwiebel
100 g Butter
Schnittlauch zum Bestreuen

1. Für die Nudeln alle Zutaten zu einem festen Teig kneten. 1 Stunde rasten lassen. Ausrollen und in feine Streifen schneiden.

2. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin bissfest kochen. Abschrecken.

3. Backofen auf 180 °C (Ober-/Unterhitze vorheizen). Eine feuerfeste Form gut buttern. Die Nudeln mit Graukäse, Emmentaler und Tilsiter lagenweise einschlichten. Mit einer Lage Käse abschließen. Im Ofen etwa 25 Min. backen.

4. Zwiebel fein hacken. In einer Pfanne in Butter leicht anbräunen. Auf die fertigen Nudeln geben und mit Schnittlauch bestreut servieren.

35min
Hobbykoch

TIROL

Kulinarisch geht’s in Haubenlokalen, Almhütten oder bodenständigen Wirtshäusern mit allerlei Schmankerln zur Sache. Dieses traditionelle Gericht wird jetzt meist in Pfannen statt den namengebenden Schüsseln serviert.

Mostschaum-Suppe

4 Personen

30 g Butter
20 g Mehl
500 ml Apfelmost
500 ml Rindsuppe
125 ml Milch
125 ml Schlagobers
Salz, etwas Muskatnuss & Zimt

1. Butter in einem Topf schmelzen und mit Mehl stauben. Mit Most und Rindsuppe aufgießen, aufkochen und ca. 20 Min. kochen lassen.

2. Milch, Schlagobers und Gewürze einrühren, nochmals kurz aufkochen und wenn notwendig noch mit Mehl binden.

3. Die Suppe in Teller geben und mit gerösteten Schwarzbrotscheiben anrichten.

25min
Hobbykoch

OBERÖSTERREICH

Ein Hoch der oberösterreichischen Küche mit ihren Einflüssen aus Böhmen und dem benachbarten Bayern. Aber auch alles rund um den Most, wie dieses feine Süppchen, kann sich sehen lassen.

Saurer Bierkas

4 Personen

400-600 g Ja! Natürlich Pinzgauer Bierkäse
Essig und Öl
Salz, Pfeffer
1 rote Zwiebel (geschält, in feine Ringe geschnitten)
Schnittlauch und Kümmel

1. Den Bierkäse in Scheiben schneiden und auf einen Teller auflegen.

2. Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren.

3. Die Zwiebelringe mit der Marinade mischen und ein paar Min. ziehen lassen.

4. Über den Käse gießen und noch etwas ziehen lassen. Mit Schnittlauch und Kümmel bestreuen.

10min
Hobbykoch

Gewusst:

Pinzgauer Bierkäse ist ein fettarmer Käse aus Magermilch. Er wird auch für die berühmten Pinzgauer Kasnocken und Kaspressknödel verwendet.

SALZBURG

Dieses deftig-würzige Gericht trägt seine Getränkeempfehlung bereits im Namen. Und genau das passt am besten dazu: ein kühles Bier. Der Gerstensaft hat eine 1000-jährige Brau-Geschichte und zahlreiche Gerichte beeinflusst, wie z.B. Biersuppe und Bierbraten.

Kartoffel-Farferln
vom Dampf mit Kompott

4 Personen

750 g Kartoffeln
1 TL Salz
150 g Mehl
50 g Butterschmalz

1. Die Kartoffeln kochen, schälen und noch heiß durch die Kartoffelpresse drücken. Auskühlen lassen. Locker mit Salz und Mehl mischen.

2. Die Masse 2 cm hoch in ein flaches Sieb oder einen Dampfeinsatz geben und etwa 15 Min. über Dampf kochen.

3. Butterschmalz in einer Pfanne zerlassen. Die Masse hineingeben. Mit einer Gabel auflockern und kurz hellbraun anbraten.

4. Dazu jedes beliebige Obstkompott oder Zwetschkenröster servieren.

45min
Hobbykoch

Tipp:

Passt auch als Beilage zu Rindsbraten oder Schmorgerichten. Dann aber ohne Kompott.

KÄRNTEN

Die Alpe-Adria-Küche ist eine Küche, die auf Schnickschnack und Extravaganzen pfeift, wie dieses Gericht ganz eindeutig beweist. Als FARFERLN bezeichnete man ursprünglich kleine Mehlnockerln, abgeschmalzt oder als Suppeneinlage. Wir servieren sie in einer Kartoffelvariante.

Lumpasalot

4 Personen

250 g Bergkäse
250 g Schinken oder andere Wurst oder beides gemischt
1 rote Paprikaschote
1 Zwiebel
Salz, Pfeffer
Apfelessig
Pflanzenöl
etwas Estragon-Senf
1 EL frische Kräuter nach Belieben

1. Käse, Schinken und/oder Wurst in Stücke schneiden. Paprika in dünne Streifen schneiden. Zwiebel schälen und in dünne Ringe schneiden. Für die Marinade Salz, Pfeffer, Essig, Öl und Senf verrühren und abschmecken.

2. Alles in einer Schüssel gut miteinander vermischen. Mit frischen Kräutern nach Belieben bestreuen.

10min
Hobbykoch

VORARLBERG

Lumpasalot ist die Vorarlberger Variante des allseits beliebten Wurstsalats – wobei die LUMPA die Stücke der Wurst bezeichnen.

Wiener Gabelbissen
vom Zander

4 Personen

Für die Aspikglasur:
2 Blatt Gelatine
250 ml Fischfond
Für den Gabelbissen:
250 g Zanderfilet
2 TL Butter
etwas Rosmarin
1 Spritzer Weißwein
Zitronensaft
Salz, Pfeffer
1 Knoblauchzehe
2 rote Paprikaschoten
1 EL Olivenöl
125 ml Sauerrahm
100 ml Schlagobers
1 Blatt Gelatine

1. Für die Aspikglasur 2 Blatt Gelatine in etwas Wasser aufweichen. Fischfond aufkochen. Gelatine darin auflösen. In 4 Förmchen gießen und kalt stellen.

2. Vom Zander 4 kleine Stücke abschneiden. In einer Pfanne Butter zerlassen. Rosmarinzweige einlegen. Die Zanderstücke darin anbraten. Auf Küchenpapier abtropfen und abkühlen lassen. Auf das bereits erkaltete, aber noch nicht ganz feste Aspik legen.

3. Den restlichen Fisch enthäuten und in etwas Wasser zusammen mit Weißwein, Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Knoblauch etwa 7 ‒ 8 Min. sanft pochieren. Auskühlen lassen und in der Küchenmaschine pürieren.

4. Paprikaschoten in einer Pfanne in etwas Olivenöl kräftig schwarz anbraten. In ein Gefriersackerl geben, verschließen und 10 Min. rasten lassen. Danach lässt sich die Haut gut abziehen. Kerne entfernen. Abkühlen lassen. In Streifen schneiden. 4 – 8 Streifen am Rand in die Förmchen zum Aspik legen.

5. Restlichen Paprika gemeinsam mit dem Sauerrahm pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zuerst die Fischmasse untermischen, dann das Obers schlagen und vorsichtig unterheben.

6. 1 Blatt Gelatine in einem Topf in etwas Wasser auflösen, aber nicht kochen. Unter die Paprika-Fisch-Obers Masse mischen. In die 4 Förmchen gießen und für einen halben Tag kalt stellen.

7. Vor dem Servieren kurz in heißes Wasser tauchen, stürzen und nach Belieben garnieren.

20min
Fortgeschritten

Gewusst:

Der Gabelbissen wird zum Gabelfrühstück serviert. Das wiederum ist die Übersetzung eines französischen Begriffs „déjeuner à la fourchette”. Damit ist eine kleine Vormittagsmahlzeit gemeint, bei der hauptsächlich pikante Kleinigkeiten auf den Teller kommen.

WIEN

Neben der Beamtenforelle, einer simplen Knackwurst, sind GABELBISSEN bis heute ein beliebter Vormittagsimbiss. Der Wiener Klassiker schmeckt aber sicher auch abends.