Am Tisch mit

Hier stellen wir Ihnen die Besten ihres Fachs vor und holen uns Antworten auf oft gestellte Fragen.

RENÉ GABRIEL

Der Schweizer Weinkritiker, Autor und Bordeaux-Kenner überzeugt Winzer und Weinliebhaber gleichermaßen. Mit enormem Fachwissen und trockenem Humor.

friends: Was ist zu beachten, wenn man die Weinbegleitung aussucht?

René Gabriel: Hier wird oft zu sehr fokussiert. Was passt zu Lamm?, wäre eine mögliche Frage. Aber was ist mit dem Kartoffelgratin dazu? Mit Gemüse? Wer nicht kompromissfähig ist, wird immer daran zweifeln, dass er das Richtige ausgesucht hat. Je mehr Kompromissfähigkeit, desto mehr Genuss. Und wenn halt jemand lieber Weißwein zu einem dunklen Fleisch hat, dann soll er das auch hemmungslos ausleben.

friends: Welche Weine würden Sie zu Ostern empfehlen?

RG: Bei der Wahl ist es für mich am wichtigsten, einen reifen, vollendeten Wein auszuwählen. Das ist entscheidender, als ob er möglicherweise zum Ostergericht passt. Und immer zuerst den Wein eine gute Zeit lang genießen. Erst dann das Essen servieren. Beides zusammen schafft man oft nicht.

friends: Woran erkennt man einen Spitzenwein?

RG: Der Begriff „Spitze“ definiert sich als „herausragend“, „sich aus dem Normalen deutlich abhebend“. Vielleicht könnte man das auch mit „besonders auffallend“ definieren. Die wichtigsten drei Faktoren für die Definition eines Spitzenweins sind: 1. Qualität, 2. Authentizität, 3. Lagerfähigkeit. Grundsätzlich sind Spitzenweine ab 19 / 20 Punkten zu erwarten.

friends: Wie wichtig ist das richtige Weinglas?

RG: Auch hier ist der Kompromiss wichtiger, als einen verstaubten Kelch aus dem Schrank zu holen. Mit meinem Gabriel-Glas © habe ich einen sehr hohen Standard für bestmöglichen Genuss geschaffen.

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