Regionalität: Anmachen richtig gemacht

Seit 20 Jahren kommen Gäste in Reinfried Steiners Restaurant und bestellen Salat - wegen der perfekten Dressings.

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Seit 20 Jahren kommen Gäste in Reinfried Steiners Restaurant und bestellen schon mal nur Salat. Grund dafür sind die perfekten Dressings, die er kreiert. Sie stießen auf so große Resonanz, dass er sie nun auch flaschenweise verkauft.

Seit über 30 Jahren betreibt Reinfried Steiner ein Restaurant in Eben im Pongau. „Begonnen hat alles mit einer einfachen Weinstube, aus der mein Restaurant entstand“, erzählt der Salzburger. „In den 1990ern bekam ich dann meine erste Haube. Aber mittlerweile verzichte ich bewusst darauf und besinne mich auf eine ausdrucksstarke Küche, die zu meiner sehr gemischten Gästestruktur passt: Von den Nachbarn aus dem Ort bis zum Großindustriellen – sie alle kommen gern zu mir“, sagt er. Und sie alle legen Wert auf einen originellen Mix auf der Speisekarte: Mit einem mediterranen Burger, in dem bestes Lammfleisch mit Auberginen steckt, überrascht Steiner ebenso wie mit der Zubereitung klassischer Pizzen oder einer feinen Sesam-Nuss-Kruste um den Saibling.

Guten Geschmack beweisen

Seit gut 20 Jahren ist Steiners Restaurant für Gerichte bekannt, die man in der alpinen Umgebung nicht unbedingt vermuten würde. Dazu zählen auch seine Salate. „Schon früh kamen die Leute extra zum Salatessen zu mir“, erzählt er. Seit April gibt es im „Steiners“ eine neu zusammengestellte Salatkarte, für die der Gastronom großen Aufwand betreibt. Zu seinen Kreationen zählten daher schon früh passende hausgemachte Dressings. Um sich für die Saucen zusätzlichen Input zu seinen eigenen Ideen zu holen, reiste Steiner in den ersten Jahren auch nach Hamburg. In STOCKs Gourmetrestaurant fand er Inspiration für seine Kreationen. Und seither lässt ihn die Passion, ständig neue Rezepte für Salatsaucen zu entwickeln, nicht mehr los. „Ich habe da offensichtlich guten Geschmack bewiesen“, sagt er nicht ganz unbescheiden, „denn viele meiner Gäste fragten explizit nach den Dressings und wollten sie mit nach Hause nehmen. Also begannen wir sie in Flaschen abzufüllen.“ Sie etikettierten diese mit dem Steiners-Label, das mit viel Herzblut vom Team gestaltet wurde. Nunmehr kümmert sich Reinfried Steiners Sohn Maximilian um das gesamte Marketing und den Social-Media-Auftritt der Marke.

 

Vom Topf in die Flasche

Mittlerweile sind Steiners bekannteste Saucen, das French Dressing und das Kräuterdressing, auch bei MERKUR zu finden. Dennoch werden die rund 1000 Flaschen, die er in seinem Restaurant pro Woche herstellen kann, nach wie vor ausschließlich händisch produziert. Jeweils 50 Liter French Dressing auf einmal rührt er dafür in einem großen Topf. Hinein kommen Zwiebeln, Rapsöl, Apfelessig, Wasser, Salz, Pfeffer, Zitrone und Senf – allesamt Produkte aus Österreich, die gänzlich ohne Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker oder künstliche Aromen verarbeitet werden. Die Transportwege der Zutaten werden dabei möglichst kurz gehalten, die Zulieferer mit Sorgfalt ausgewählt. Basis des Kräuterdressings ist ebenfalls das French Dressing, nur eben mit Petersilie, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Salbei und anderen Gewürzen verfeinert. „Wir fertigen das alles selbst in unserem Betrieb“, sagt Steiner. Aber was ist, wenn gerade keine frischen Kräuter wachsen im Pongau? „Dann beziehe ich sie über einen hervorragenden Händler aus Oberösterreich, der mir ganzjährig frische Ware anbieten kann.“

Pongauer Oregano

Wer im schönen Pongau lebt, ist allerdings nicht allzu enttäuscht, wenn die Kräuter gerade einmal nicht sprießen. Schon gar nicht, wenn man wie Reinfried Steiner passionierter Skifahrer und Tourengeher ist. Dennoch freut er sich nach so einem strengen Winter wieder darauf, dass er bald seine eigenen Kräutergärten abernten kann. Sowohl vor dem Restaurant als auch vor dem eigenen Wohnhaus hat er welche angelegt, wobei die unterschiedliche Lage durchaus eine Rolle spielt: „Der Garten vor meinem Wohnhaus ist sehr sonnig, da wachsen andere Kräuter als vor dem Lokal. Insgesamt baue ich mit meinem Sohn Maximilian derzeit rund zehn Kräuter an, auf den sonnigen Lagen möchte ich es heuer einmal mit Oregano probieren.“ Darüber, wofür seine Kunden die Dressings verwenden, kann er sich als professioneller Feinspitz manchmal auch ein wenig wundern: „Die Jungen hauen sich davon oft eine ordentliche Portion auf die Pizza – mir soll’s recht sein.“

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Mehr über unseren regionalen Lieferanten erfahren Sie hier: www.merkurmarkt.at/bauernmarkt