Regionalität: Die mittelburgenländische Nudel-Manufaktur WERKOVITS

Die Schwestern Christina Strass und Katrin Pfneisl haben im vergangenen Jahr die mittelburgenländische Nudel- Manufaktur WERKOVITS übernommen. An der Art, wie gute Teigwaren hergestellt werden, haben sie rein gar nichts geändert.

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Die Schwestern Christina Strass und Katrin Pfneisl haben im vergangenen Jahr die mittelburgenländische Nudel- Manufaktur WERKOVITS übernommen. An der Art, wie gute Teigwaren hergestellt werden, haben sie rein gar nichts geändert.

Was sind die großen Veränderungen in einer Manufaktur, in der das wichtigste Werkzeug auch in Zukunft die eigenen Hände bleiben? Diese Frage mussten sich die Schwestern Christina Strass und Katrin Pfneisl im Jahr 2017 stel-len, als sie den mittelburgenländischen Nudel-Betrieb Werkovits übernahmen. Vieles richtig gemacht hatte man dort schon Mitte der 1990er-Jahre: Der Hühner-Hof in Draßmarkt war damals komplett auf Freiland- und Bodenhaltung umgestellt worden, die daran angeschlossene Nudelproduktion geschah von Anfang an in liebevoller Handarbeit. Auch war bei Werkovits von Beginn an klar, dass guter Geschmack bei Teigwaren nur dann erreicht werden kann, wenn man völlig auf Geschmacksverstärker und künstliche Farbstoffe verzichtet. Nicht einmal die Produktionsmenge wurde mit der Neuübernahme erhöht: Nach wie vor überlassen 20.000 Hühner der Nudel-Manufaktur rund 6.000 Eier pro Woche, die mit 1.000 Kilogramm Hartweizengrieß zu feinen Teigwaren verarbeitet werden. Die gute Nachricht von Christina Strass kann also nur lauten: „An der Art, wie wir Nudeln machen, haben wir genau gar nichts geändert.“

VIELE HÄNDE AM HARTWEIZEN

Der gesamte Tagesablauf auf dem Hof in Draßmarkt richtet sich nach den wichtigsten Mitarbeiterinnen: den Hennen in Boden- und Freilandhaltung. Sie haben den Schwestern die Verantwortung für die Herstellung von sagenhaft guten Nudeln nun quasi in die Hände „gelegt“. Alle Eier, die nicht in den Teigwaren landen, werden nach wie vor als „Rohgold“ verkauft. Im Durchschnitt sechs hilfreiche  Hände unterstützen Christina Strass und Katrin Pfneisl dabei, die Eier aus gentechnikfreier Haltung frisch aufzuschlagen und mit Durum-Hartweizengrieß zu vermengen. Jeden Tag ab 7 Uhr in der Früh wird die Teigmasse geknetet. Der Hartweizen kommt aus einer Mühle vor den  Toren von Wien: „Wir können mit Stolz  sagen, dass unsere Nudeln nur aus regionalen  Produkten erzeugt werden“, ergänzt Strass. In weiterer Folge gelangt die Masse in die Nudelmaschine, muss aber zwischendurch händisch gelockert und gewendet werden. Bei einigen Sorten wie den Spaghetti von Werkovits ist es auch notwendig, die Nudeln händisch zu schneiden. Zu guter Letzt werden die Teigwaren  schonend getrocknet, ehe sie im MERKUR Regal landen. Doch davor gibt es noch einen wichtigen neuen Schritt.

VERPACKUNG PRO UMWELT

Neben einigen Verbesserungen in der Produktion, die jetzt deutlich nach-haltiger ist, wurde eine neue Verpackung kreiert. Sie betont besser die Hoch wertigkeit dieser mit viel Mühe hergestellten Lebensmittel und ist absolut umweltfreundlich. Die neuen Papierhüllen können nach dem Auspacken ohne Bedenken entsorgt und recycelt werden.

NUR NATÜRLICHE ZUTATEN

Die erst jüngst mit einem Preis ausge-zeichneten Teigwaren verfügen nach wie vor über das bewährte Erfolgsrezept: Sechs Eier, immer frisch vom eigenen Hof, kommen auf ein Kilogramm Hartweizen und verleihen den Teigwaren ihren typisch kräftigen Gelbton. Bei den bunten Sorten werden nur natürliche Zutaten wie Spinat oder Paprika zum Färben verwendet. Auch bei besonders edlen Varianten wie den Weißweinnudeln kommt nur heimischer Grüner Veltliner zum Einsatz. Die gefragtesten Spezialitäten aus dem Hause Werkovits, die Bärlauch- und die Chili-Nudeln, sollten wegen der feinen Geschmacksnuancen am besten ohne viel Drumherum genossen werden. Bei der Bärlauchvariante bietet sich die Verfeinerung mit einer Prise Muskatnuss und einem Schuss Weißwein an, die Chilinudeln harmonieren perfekt mit weißem Fisch oder mit frischen Südfrüchten wie Mangos. In der neuen Papierverpackung kommen die mittlerweile über 30 verschiedenen Sorten jedenfalls nicht nur auf dem Gaumen, sondern auch im Regal noch besser zur Geltung.