Regionalität

Fruchtbarer Saftladen. Die MOHR-SEDERL FRUCHTWELT ist ein innovativer Familienbetrieb, der ein kluges, weil einfaches Konzept verfolgt: Man gibt immer 100 %: 100 % Natur, 100 % Regionalität, 100 % Leidenschaft. Dabei kann eigentlich nur Gutes herauskommen.

Es ist purer Tatendrang, den man da spürt, steht man Andreas Sederl gegenüber. Einer von der Sorte: Ich stehe hinter meinen Ideen. Ich habe Freude daran. Und da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, ist das bei den anderen Sederls auch so. Doris Sederl und die Kinder Lena, Jakob, David und Paul helfen im Familienbetrieb mit, einer der Zwillinge, gerade mal fünf Jahre alt, bedient den Hubwagen mit einer Kiste voller Äpfel, als wäre nichts dabei. Oma und Opa sind ebenfalls mit von der Partie, wenn es darum geht, ausgezeichnete Fruchtsäfte, Cyder, Moste und Destillate zu fabrizieren. Und dass sie ausgezeichnet sind, bestätigen nicht nur der eigene Geschmack, sondern auch die Urkunden, die die Wände schmücken. „Die Oma ist unser wichtigstes Model“, lacht Andreas Sederl. Man sieht sie auf einem Foto genussvoll in einen Apfel beißen. Und dann fällt einem eigentlich nur das eine, oft verwendete, aber in diesem Fall richtige Wort ein: authentisch. So sind sie, die Sederls. Und so schmecken auch ihre Fruchtsäfte und alles, was sie herstellen.

ZU 100 % EIN GUTES KONZEPT

Der Tatendrang hat die Familie Mohr-Sederl weit gebracht. Der innovative Betrieb mitten in der „Fruchtwelt“ – im niederösterreichischen Schneeberggebiet direkt unter der Hohen Wand – lebt vom Wissen um die Verarbeitung von Obst – und das seit Generationen. Der Ursprung war ein kleiner Buschenschank der Großeltern, 1984 gegründet und schon damals mit Eigeninitiative weiterentwickelt und von Gastfreundschaft geprägt. Mittlerweile sind die Produkte aus dem Hause Mohr-Sederl im Regional-Regal bei MERKUR erhältlich. 

REIFE FRÜCHTCHEN

100 % Regionalität – ein Trend, der sich in den letzten Jahren stark entwickelt hat, war für Andreas Sederl immer schon eine Selbstverständlichkeit. „Wir haben von Haus aus nix anderes gemacht, nie verwässert, nie mit Zusätzen gearbeitet.“ Das Geheimnis des guten Geschmacks heißt Geduld. Und die Antwort darauf: reifes Obst. So werden dem Familienbetrieb von den Bauern aus der Region die reifen Früchte erst dann geliefert, wenn sie vom Baum fallen oder vom Boden aufgeklaubt werden können. Und von den Obstplantagen bekommen sie erst die zweite oder dritte Ernte – wenn das Obst vollreif ist.

AN NEUEM TÜFTELN

„Wir sind klein genug, um kreativ zu sein, und groß genug, um unsere Ideen umzusetzen“, erklärt Andreas Sederl und spricht über Innovationen, an denen gerade getüftelt wird. Das Thema heißt Nachhaltigkeit, das Ziel sind unverpackte Lebensmittel. Aber wie soll das bei Fruchtsäften gehen? Andreas Sederl hat schon eine Idee. Sein Vorbild sind die Milchflaschen: „Fruchtsäfte, die man sich selbst in wieder verwendbare Glasflaschen abfüllen kann, daran arbeiten wir gerade.“ Das nächste Projekt steht also in den Startlöchern, nachdem das letzte – der Wohlfühlgarten – gerade erfolgreich umgesetzt wurde.

SICH WOHLFÜHLEN

5.000 Menschen kommen jedes Jahr in den Betrieb Mohr-Sederl auf Besuch. Damit alle Zeit zum Verweilen und Durchschnaufen haben, entstand der Wohlfühlgarten. Der bio-zertifizierte Garten hat aber noch eine andere Aufgabe: „Im Garten wachsen Kräuter, Beeren und Früchte, diese kann man riechen, fühlen, schmecken und sie
in ihrer jahreszeitlichen Entwicklung beobachten.“ Ein Bildungsauftrag, der eine Herzensangelegenheit ist. Das
ist es, was Andreas Sederl antreibt. „Wir wollen die Kinder für die Natur sensibilisieren“, sagt er. Mitarbeiterin Christina macht Wiesenführungen, Sederl selbst zeigt den Schülerinnen und Schülern, wie das Obst verarbeitet wird. Die Sederls geben einfach immer 100 %.